Ich hab jetzt zwei Tage überlegt. Und mich dann entschieden. Mir gefällt der Gedanke, euch von Begegnungen zu erzählen. Solchen, die für mich besonders sind, das Leben ausmachen, oder einfach so alltäglich und banal, dass wir sie nicht mehr als solche wahrnehmen.
Den Anfang hatte ich mit der mitternächtlichen Unterhaltung im Wedding gemacht. Heute möchte ich euch von einer oder eher mehreren bei dem Knorkator-Konzert letzten Freitag erzählen.
Oft gehen Menschen zu Konzert und tragen dabei Band-Shirts. Meistens von der Band die gerade spielt. Genauso oft von Bands, die einen in einem Lebensabschnitt begleitet haben oder einem wichtig sind. Bei dem besagten Konzert sprang mir während der Pause zwischen zwei Liedern ein junger Mann, mit einem "Die Elenden" T-Shirt durch das Blickfeld. Ich stieß ihn an, deutete auf das Shirt und signalisierte ihm, dass ich sie kenne und auch mag (mochte, 2007 hat sich die Band aufgelöst). Er war erstaunt, dass es noch Leute gibt, die sich an Die Elenden erinnern. Ich erwiderte, dass mir immer noch Tränen in die Augen steigen, wenn ich Videos des Abschiedskonzerts sehe, insbesondere wenn ich das Lied "Strahlende Augen höre" - es waren vielleicht zwei Minuten, an die ich mich noch lange erinnern werde, einfach weil uns diese und wohl noch ganz andere Musik verbindet.
Eine weitere war ebenfalls in der tanzenden Menge. fragt mich nicht, welches Lied es war, wie es dazu kam. Von den Leuten hintermir wurde ich ich an den Kerl vor mir gedrückt, Stumpen sang etwas von Bärten oder so - wir sind beide bärtig gewesen. wir fassten umarmten uns, fassten einander in der Paartanzhaltung und mischten gehörig die pogende Menge durch. Genauso kurzweilig, wie intensiv.
Die dritte und wohl lustigste! Nach dem Konzert. Da mein Shirt so nass war, dass ich es auswringen konnte, zog ich es aus. Marschierte so zum Merchstand. Der Verkäufer schaute mich nur an, und meinte trocken: "Du willst 'n trockenes T-Shirt, oder?" Ich nickte nur, machte ihm klar welches und zog wieder meiner Wege. Bezahlen musste ich es trotzdem. Ich finde es erzählenswert.
Was ich sagen will - auf Konzerten trifft man so viele und unterschiedliche Leute, die in den 2 oder 3 Stunden eines vereint. Die Liebe zur Musik und zur gleichen Band.
Der Versuch ich selbst zu sein, wird mich das Leben kosten.
Doch wenn ich bis zum Schluss mein Ziel nicht aus den Augen verloren habe,
weiß ich, es hat sich gelohnt.
Seiten
Montag, 12. Dezember 2011
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Wo wären wir ohne Social Media?
Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie die Menschen früher ohne Telefon, Internet und ohne die ständige, schnelle Datenverbindung leben konnten.
Seien wir doch mal ehrlich, auch wenn es das Weltgeschehen unheimlich beschleunigt hat, bietet die Telekommunikation doch viel mehr Vorteile.
Seitdem Mobiltelefone, überhaupt Telefone, Einzug in das zivile Leben gehalten haben, wurde es wesentlich einfacher und weniger zeitraubend, Kontakt mit der Familie (gut der Vergleich hinkt) und Freunden zu halten. Ich denke, stundenlange Telefonate mit der Mutter (die einzigen Worte von uns sind wohl Hallo, Hmm, Ja, Nein, Danke, dir auch und Tschüss), mit der Freundin oder so kennen wir ja alle. Mit Freunden schnell mal verabredet, per SMS oder Anruf. Super.
Aber alles war noch recht regional beschränkt.
Für mich war es lange Zeit so, dass ich viele Freunde auf Freizeiten auf Landesebene von Jugendverbänden kennengelernt habe. Briefe schreiben, telefonieren - es wären sicherlich nicht die Freundschaften bei rausgekommen, die ich heute habe. Da hat das Internet einen gewaltigen Anteil daran gehabt. Der Kontakt war wesentlich leichter zu halten. Damals noch mit Instantmassagern. An Social Networks wie Facebook und Google+ war noch nicht zu denken.
Nebenbei lernte man noch Leute in Foren kennen, wir tauschten uns aus und so.
Ähnlich, die Geschichte, auf die ich eigentlich hin will, die ohne das ganze Internet und vernetzt sein gar nicht zu Stande gekommen wäre. Es geht um dieses Bilder:
Einer meiner Google+-Kontakte aus Hamburg postete es vor einigen Tagen. Ich erinnerte mich kurz, es im rennrad-news.de Forum schonmal gesehen zu haben. Es gefiel mir schon vorher. Mit Harald, bin ich seit einigen Wochen bei Twitter und Google+ vernetzt. Wir haben uns nie vorher gesehen oder anders kennengelernt. Wir teilen aber ein Hobby, eine Leidenschaft. Die des Fahrrad-, insbesondere Rennradfahrens.
Einige andere wussten schon, worum es sich bei dem Plakat handelt, wo es her ist. Anscheinend nur in Hamburg zu bekommen. Da ich so oft dahin komme und Zeit hab, fragte ich kurzerhand, ob er es mir organisieren könnte und nach Berlin schickt. Und das scheint zu klappen.
So, that's it. Ich hoffe ich hab es bald. Und deswegen mag ich das Internet und die Sozialen Netzwerke, ohne die das gar nicht möglich gewesen wäre.
Montag, 5. Dezember 2011
Begegnungen (1)
Warum ich Berlin liebe? Ganz einfach. Ich laufe nachts, mit dem Bier in der Hand zur U-Bahn. Höre laut Musik, bekomme aber irgendwie mit, dass mich jemand nach Feuer fragt. Mit den Worten "Sorry, ich bin Nichtraucher." drehe ich mich um. Er redet mit mir auf Englisch. Bis ich ihm erklärt hab, dass er das nicht muss, sind wir schon an der nächsten Ampel. Auf den letzten Metern bis zur U-Bahn kommen wir noch kurz über Musik ins Gespräch. Dann zieht wieder jeder seiner Wege.
Samstag, 12. November 2011
Wuhlenightride
Der Winterpokal auf www.rennrad-news.de bringt den einen oder anderen User ja auf blöde Ideen. Während manche gerade im Süden weilen und 12h Touren am Tag runterspulen, sitze ich hier im mittlerweile recht kühlen Berlin.
Der Wille und Drang zur Bewegung wollte also umgesetzt werden. Das Trekkingrad wird ja wieder täglich auf dem Weg zur Arbeit genutzt, also voll in Schuss und fahrbereit. Ein kurzer SMS-Wechsel mit Julian und schon waren Zeit, Tour und Startort klar.
Ursprünglich wollten wir um halb 9 abends starten. Naja, wie oft, gab es kleinere Verzögerungen. So wurden die Pferde eine halbe Stunde später gesattelt und die Indira-Ghandi-Straße Richtung Treptower Parkt getreten. Der Verkehr war uns gnädig und es waren nicht viele Autofahrer unterwegs. Hupende Blechkisten sind nervig.
In Treptow konnten wir die Straße endlich verlassen. An der Spree ging sollte es Richtung Köpenick gehen. Weit und breit war kein Mensch in der Nähe, nicht mal Jogger oder andere Bekloppte auf Rädern. In Schöneweide verfuhren wir uns aufgrund meiner mangelnden nächtlichen Navigationsfähigkeiten. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft, zum Bahnhof Köpenick zu finden und den Abzweig zur Wuhle zu nehmen.
Kilometer an dunklem Radwanderweg, 2 Jungs und ihre Räder und unsere B+M Ixons machten ihrem Namen alle Ehre. Eigentlich hätten wir nur geradeaus fahren müssen. Auch das gestaltete sich dann in Marzahn wieder als schwierig... Abzweig verpasst, um den Berg gefahren, am Blumberger Damm rausgekommen. Den Heimweg haben wir trotzdem gefunden, Teile davon waren mir auch bekannt.
Das Ziel, den Radweg mal bis an das Ende nach Ahrensfelde hochzufahren, werde ich vielleicht auch irgendwann mal schaffen. Jetzt bin ich zum zweiten mal gescheitert.
Der Wille und Drang zur Bewegung wollte also umgesetzt werden. Das Trekkingrad wird ja wieder täglich auf dem Weg zur Arbeit genutzt, also voll in Schuss und fahrbereit. Ein kurzer SMS-Wechsel mit Julian und schon waren Zeit, Tour und Startort klar.
Ursprünglich wollten wir um halb 9 abends starten. Naja, wie oft, gab es kleinere Verzögerungen. So wurden die Pferde eine halbe Stunde später gesattelt und die Indira-Ghandi-Straße Richtung Treptower Parkt getreten. Der Verkehr war uns gnädig und es waren nicht viele Autofahrer unterwegs. Hupende Blechkisten sind nervig.
In Treptow konnten wir die Straße endlich verlassen. An der Spree ging sollte es Richtung Köpenick gehen. Weit und breit war kein Mensch in der Nähe, nicht mal Jogger oder andere Bekloppte auf Rädern. In Schöneweide verfuhren wir uns aufgrund meiner mangelnden nächtlichen Navigationsfähigkeiten. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft, zum Bahnhof Köpenick zu finden und den Abzweig zur Wuhle zu nehmen.
Kilometer an dunklem Radwanderweg, 2 Jungs und ihre Räder und unsere B+M Ixons machten ihrem Namen alle Ehre. Eigentlich hätten wir nur geradeaus fahren müssen. Auch das gestaltete sich dann in Marzahn wieder als schwierig... Abzweig verpasst, um den Berg gefahren, am Blumberger Damm rausgekommen. Den Heimweg haben wir trotzdem gefunden, Teile davon waren mir auch bekannt.
Das Ziel, den Radweg mal bis an das Ende nach Ahrensfelde hochzufahren, werde ich vielleicht auch irgendwann mal schaffen. Jetzt bin ich zum zweiten mal gescheitert.
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Rücklblick und Plan
>>Die neue Rennradsaison geht so langsam los.<<
Wat? Jetzt schon? 2011 ist doch noch nicht mal vorbei –
werdet ihr euch jetzt denken…
Aber die letzten großen Touren sind gefahren, die ganz
ambitionierten Hobbysportler sind das Einzel-/Teamzeitfahren Hamburg – Berlin
gefahren und für mich stand Selbstreflexion an.
Was war 2011
Als Ziel hatte ich mir 4 bis 5 Tausend Radkilometer gesetzt.
Nach derzeitigem Stand bin ich bei etwa 3700. Knapp 3 Monate hab ich ja noch,
um die paar fehlenden Kilometer zusammenzubekommen. Ich muss aber auch zugeben,
dass es zwischendurch starke Motivationslücken, gepaart mit unglaublichen
Motivationsschüben hatte.
Erstes lange geplantes Highlight war ja der Skoda Velothon
in Berlin. 120 km Straße, 11.000 andere und ich, gegen die Uhr und
gegeneinander. Ich hatte ja schon berichtet. Und mit 3:09 h war ich ja auch gar
nicht mal so schlecht und weit besser als geplant.
Kurzfristig und mit extrem wenig Vorbereitung traf mich die
erste Marathondistanz. Auch hier berichtete ich. Auch spontan wurde die zweite,
nur eine Woche später nachgelegt. Hier aber mit erschwerten Bedingungen. Keine
Stempelkarten-Stopps alle 40 km, Eigenverpflegung und eine kleine, bunt
zusammengewürfelte Truppe von max. 8 Mann. Frauen wollten keine mit, hätten wir
aber mitgenommen. In der ersten Hälfte gab es überaus viele Pausen, leider
mussten wir Holger zurücklassen. Der zweite Teil zog sich dafür hin… wenig bis
fast keine Pausen. Von Defekten wurden wir aber weitestgehend verschont. Nur
ein platter Reifen meinerseits – der andere sollte dann Sonntag folgen. Nach
fast 11 h und fast 230 km war ich dann endlich wieder zu Hause.
Noch zwei, drei kleinere Touren und der Juli und August waren
schon vorbei. Genauso sah es im September aus. Es fand sich keine Zeit und noch
weniger Motivation. Gepaart mit einem Formtief, dass sich auf einer kleinen
Bergtour in Berlin offenbarte, halfen da auf nicht weiter. Immerhin hab ich es
halbwegs regelmäßig ins Fitnessstudio geschafft.
Die letzten sonnigen Herbsttage habe ich dann allerdings noch
einmal genutzt. Steffen, Steffen und Martin, mit denen ich schon im Sommer
unterwegs war, luden zu einer ruhigen Runde zum Schiffshebewerk Niederfinow
ein. Auch wenn es saukalt war, ich wollte mitfahren. Technische Schwierigkeiten
am Rad wirkten zwischenzeitlich stark demotivierend. Kleinere Magenprobleme,
mangels Nahrungsaufnahme, gab’s auch noch. Am Ende hatte ich aber ca. 170 km
auf der Uhr. Total am Ende, aber Glücklich.
Das Trainings- und Tourenloch im Sommer, mangels Motivation
lag wohl daran, dass ich mir für die zweite Saisonhälfte keine Ziele gesetzt
hatte. Das soll sich im kommenden Jahr ändern.
Was kommt 2012?
Die nächsten 2 – 3 Wochen werde ich wohl noch überwiegend
mit laufen und im Studio verbringen. Die Räder wollen repariert werden,
kleinere Defekte sind ja ganz natürlich, Verschleiß normal. Dann soll es erst mal
ganz locker losgehen. Ausreichend Grundlagen Ausdauer soll her, denn schon im
April lockt mich der Spreewald-Marathon, insbesondere die Langdistanz über 200 km.
Weiterhin sind angedacht:
-
Skoda Velothon über 120 km
-
Vielleicht der Berliner Halbmarathon
-
Die 200 km Distanz der Seenland 100 in der
Lausitz
-
Pfaffenwinklerundfahrt bei Weilheim in
Oberbayern
-
Eventuell die Vattenfall Cyclassics in HH
-
Und der Sauwaldman in St. Roman bei Schärding.
Ich möchte ich sogar versuchen komplett auf dem Rad anzureisen.
Klingt erst mal anstrengend und alles. Aber ich will es
versuchen. Straft mich aber nicht, wenn das ein oder andere nicht klappt. Man
weiß ja vorher nie, was alles passiert und dazwischen kommt.
Bis dahin…immer schön die Kette rechts lassen.
Abonnieren
Posts (Atom)
