Der Versuch ich selbst zu sein, wird mich das Leben kosten.
Doch wenn ich bis zum Schluss mein Ziel nicht aus den Augen verloren habe,
weiß ich, es hat sich gelohnt.
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Dienstag, 27. Dezember 2011

Cube Cross Race Pro und Rapha die Erste

Nach Wochen des Wartens ist es heut endlich angekommen. Ein neues Fahrrad. Ein Cyclocrosser... ab gings spielen.


Bei der Abnahme und dem anbasteln der letzten Teile, dem aussuchen neuer Klamotten und so wurde noch ein Käffchen getrunken. Stolz fahre ich jetzt als Litfasssäule für Werner Otto Bikes durch die Gegend.


Kurz nach Hause, zur Nahrungsaufnahme und schon gings wieder raus. Und es gab eine Premiere im doppelten. Ich hab meine Wuhlerunde endlich mal ohne mich zu verfahren hinbekommen. Radfahrer waren kaum unterwegs, dafür fußläufig en masse Menschen. Und Hunde! Recht weit oben hab ich dann mal einen kurzen Fotostopp eingelegt.





Nach ca. 60 km war ich dann wieder zu Hause. Die Rapha500 - Challange hab ich ja noch auf dem Plan. Ein Anfang. Ich denk mal, 400 werd ich auf jeden Fall schaffen. 

Montag, 26. Dezember 2011

Kampf den Pfunden...

... ist bei mir eigentlich übertrieben die Aussage. 76 Kilo bei 1,88m Körpergröße ist eigentlich ganz gut. Aber Weihnachten hinterlässt doch durchaus Spuren die zu Motivationmangel führen.

Durch einen, den bisher nur übers Internet bekannten Rennradler Harald, bin ich auf die Rapha500-Challlange gestoßen. Der Masterplan ist, vom 23. Dezember bis zum 31. Dezember 500 km auf dem Rad zurückzulegen. Nicht viel, wenn man den ganzen Zeitraum hat. Ich fang morgen damit an. Mit neuem Rad. Den Versuch ist es mir wert.

Also morgen Rad abholen, kurzer Stop zu Hause zum Klamotten wechseln und dann losgelegt. Theoretisch muss dann jeden Tag ein 100er drin sein. Am 29. und 30. Dezember sollte das kein Problem werden. Da sind schon Gruppenausfahrten geplant. Den Rest muss ich selber stemmen.

Ob das was wird? ... weiß ich noch nicht.

Ob mich was aufhält? ... vielleicht einer Erkältung oder die morgendliche Bettschwere

Bilder und Berichte wird es geben!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Rücklblick und Plan


>>Die neue Rennradsaison geht so langsam los.<<

Wat? Jetzt schon? 2011 ist doch noch nicht mal vorbei – werdet ihr euch jetzt denken…
Aber die letzten großen Touren sind gefahren, die ganz ambitionierten Hobbysportler sind das Einzel-/Teamzeitfahren Hamburg – Berlin gefahren und für mich stand Selbstreflexion an.

Was war 2011

Als Ziel hatte ich mir 4 bis 5 Tausend Radkilometer gesetzt. Nach derzeitigem Stand bin ich bei etwa 3700. Knapp 3 Monate hab ich ja noch, um die paar fehlenden Kilometer zusammenzubekommen. Ich muss aber auch zugeben, dass es zwischendurch starke Motivationslücken, gepaart mit unglaublichen Motivationsschüben hatte.

Erstes lange geplantes Highlight war ja der Skoda Velothon in Berlin. 120 km Straße, 11.000 andere und ich, gegen die Uhr und gegeneinander. Ich hatte ja schon berichtet. Und mit 3:09 h war ich ja auch gar nicht mal so schlecht und weit besser als geplant.

Kurzfristig und mit extrem wenig Vorbereitung traf mich die erste Marathondistanz. Auch hier berichtete ich. Auch spontan wurde die zweite, nur eine Woche später nachgelegt. Hier aber mit erschwerten Bedingungen. Keine Stempelkarten-Stopps alle 40 km, Eigenverpflegung und eine kleine, bunt zusammengewürfelte Truppe von max. 8 Mann. Frauen wollten keine mit, hätten wir aber mitgenommen. In der ersten Hälfte gab es überaus viele Pausen, leider mussten wir Holger zurücklassen. Der zweite Teil zog sich dafür hin… wenig bis fast keine Pausen. Von Defekten wurden wir aber weitestgehend verschont. Nur ein platter Reifen meinerseits – der andere sollte dann Sonntag folgen. Nach fast 11 h und fast 230 km war ich dann endlich wieder zu Hause.

Noch zwei, drei kleinere Touren und der Juli und August waren schon vorbei. Genauso sah es im September aus. Es fand sich keine Zeit und noch weniger Motivation. Gepaart mit einem Formtief, dass sich auf einer kleinen Bergtour in Berlin offenbarte, halfen da auf nicht weiter. Immerhin hab ich es halbwegs regelmäßig ins Fitnessstudio geschafft.

Die letzten sonnigen Herbsttage habe ich dann allerdings noch einmal genutzt. Steffen, Steffen und Martin, mit denen ich schon im Sommer unterwegs war, luden zu einer ruhigen Runde zum Schiffshebewerk Niederfinow ein. Auch wenn es saukalt war, ich wollte mitfahren. Technische Schwierigkeiten am Rad wirkten zwischenzeitlich stark demotivierend. Kleinere Magenprobleme, mangels Nahrungsaufnahme, gab’s auch noch. Am Ende hatte ich aber ca. 170 km auf der Uhr. Total am Ende, aber Glücklich.
Das Trainings- und Tourenloch im Sommer, mangels Motivation lag wohl daran, dass ich mir für die zweite Saisonhälfte keine Ziele gesetzt hatte. Das soll sich im kommenden Jahr ändern.

Was kommt 2012?

Die nächsten 2 – 3 Wochen werde ich wohl noch überwiegend mit laufen und im Studio verbringen. Die Räder wollen repariert werden, kleinere Defekte sind ja ganz natürlich, Verschleiß normal. Dann soll es erst mal ganz locker losgehen. Ausreichend Grundlagen Ausdauer soll her, denn schon im April lockt mich der Spreewald-Marathon, insbesondere die Langdistanz über 200 km.
Weiterhin sind angedacht:

-          Skoda Velothon über 120 km
-          Vielleicht der Berliner Halbmarathon
-          Die 200 km Distanz der Seenland 100 in der Lausitz
-          Pfaffenwinklerundfahrt bei Weilheim in Oberbayern
-          Eventuell die Vattenfall Cyclassics in HH
-          Und der Sauwaldman in St. Roman bei Schärding. Ich möchte ich sogar versuchen komplett auf dem Rad anzureisen.

Klingt erst mal anstrengend und alles. Aber ich will es versuchen. Straft mich aber nicht, wenn das ein oder andere nicht klappt. Man weiß ja vorher nie, was alles passiert und dazwischen kommt.

Bis dahin…immer schön die Kette rechts lassen.

Dienstag, 12. Juli 2011

Sport ist halt nichts für Weicheier

Zurerst möchte ich euch bitten, diese beiden Artikel zu lesen, sie sind der Grund für diesen Frust, den ich hier mal ablassen muss.


Die zwei Artikel sind für mich mal Anlass, mich über die Sportjournalisten aufzuregen, die diesen Kram schreiben.

Zugegeben, die Organisatoren beim Giro haben es dieses Jahr etwas übertrieben, ein Toter ist immer einer zuviel.

ABER

Jeder Radsportler kennt sein Risiko und ist sich dessen zu 100 Prozent bewusst.

Aus eigener Erfahrung kenne ich Gruppenfahrten mittlerweile zu genüge. Mit Rennsituation und ohne Rennsituation. Bei Teamausfahrten oder gemütlichen Runden im kleinen Kreise läuft es immer sehr gesittet. Das Tempo bleibt gemäßigt, Handzeichen werden wegen fast jeder Kleinigkeit gegeben und so weiter.

Sobald aber im großen Pulk mehr oder weniger auf Zeit gefahren wird, sei es bei RTFs oder Jedermannrennen geht der Körper sofort auf Anschlag. Der Kopf fixiert sich nur noch auf die wesentlichsten Funktionen. Treten und Nahrung aufnehmen. Landschaft? Fehlanzeige, im absoluten Extremfall ist das einzige was man wahrnimmt, das Hinterrad des Vordermannes.

Bei den Profis ist das kein bisschen anders. Eher noch extremer, nicht nur, weil das Tempo unwesentlich höher ist. Gerade in der Anfangsphase einer 3 wöchigen Rundfahrt, wo es noch flach ist, wollen alle nach vorne rausfahren. Das Feld ist permanent in Bewegung, es gibt Positionskämpfe und Berührungen sind nicht selten. Das muss nicht automatisch zu Stürzen führen. Wenn es dazu kommt, sieht es oft brutal aus.

Einige Stürze bei der Tour sind auf menschliches und fahrtechnisches Versagen zurückzuführen und hätten nicht sein müssen.

Bitte ihr lieben Sportjournalisten, bevor ihr euch in euren nächsten Artikeln über die Verantwortung für die Stürze bei Radsportveranstaltungen aufregt, setzt euch auf ein Rennrad und fahrt mal ein Rennen mit.

Montag, 11. Juli 2011

Mein erster Marathon

Irgendwann denkst du nicht mehr, du trittst nur noch
Wenn du was denkst ist es max.: „Was mach ich hier für n Scheiß?“ oder „Wann bin ich endlich da?“
Okay, zeitweise dachte ich, 120 km auf dem Rennerad sind schon was. Als sich allerdings in dieser Saison die langen Touren mehrten, einfach so, musste eine neue Herausforderung her.

Alles was ich bisher über die Langdistanzen gelsen und gehört hatte reizte mich schon seit meiner ersten „Tour“ Zeitung. Damals war ein Artikel über Paris-Brest-Paris für Amateure drin. Seit ich sie wieder regelmäßig lese, waren oft Veranstaltungen wie das RAG, Arberradmarathon, Vätternrundan, usw. beschrieben. Nichts unter 200 km, nichts für faule Leute.

Langsam wollte ich mich an solche dinstanzen herantasten. Eine 150 km Tour habe ich mit Dominik und der RR-Gruppe am Karfreitag gedreht. Was sich zwar am Abend bemerkbar machte, es ging aber nicht auf Leistung. Das war aber der Plan für Letzten Sonntag. Einer RTF im Rahmen der „LSL 100“. 150 km Start und Ziel an der F60 in Lichterfeld, fast alle Tagebauseen einmal umrunden.


Radroute
1091180 - powered by Bikemap 


Diesen Plan musste ich, da ich nicht ganz alleine fahren wollte, allerdings Samstagabend in Finsterwalde nochmal anpassen. Von uns 4 angereisten Berlinern fuhr einer die 115 km Distanz, zwei wollten sich an den 200 km versuchen. Beiden ging es wie mir, es war eine Premiere. Gut, dachte ich mir. Versuche ich es halt auch. Die Grundlagen aus dem Frühjahr sind ja noch halbwegs vorhanden. An die wenigen Kilometer seit dem Velothon hab ich in dem Moment weniger gedacht. Die paar auf der Rolle im Fitnessstudio taten auch nich so viel zur Sache. Alles in allem waren es vielleicht 300 bis 400 Trainingskilometer, also fast nichts (das mag etwas großspurig klingen). Folgende Strecke lag vor mir: 


Radroute 1091173 - powered by Bikemap 


Start war morgens um 7:30, also um halb 6 aufstehen, Frühstücken, Sachen zusammensammeln und zur F60 7 km einrollen. Am Start ummelden, Nachmeldegebühr löhnen und mit ca. 60 Leuten ging es auf die Strecke. Das Ambiente rund um den Start war echt toll. Nicht nur die beeindruckende Kulisse der F60. Ein Moderator, ein ehem. Bergmann waren vor Ort und moderierten. Nebenbei lief AC/DC und es gab einen Startschuss. Die ersten 10 km hatten wir noch ein „Safety Car“ vor uns, Tempo so um die 40, das wurde aber auch durchgezogen bis zum ersten Kontrollpunkt. Danach ging es auch nur unwesentlich langsamer weiter, zumindest bis Boxberg. Denn da kam dann die Windkante.

Das Prozedere an dem Kontrollpunkten war eigentlich immer das gleich. Rad abstellen, Kontrollkarte greifen, zum Stempelmann sprinten, schnell was zu futtern in sich reinstopfen, Riegel greifen wenn einer da war, kurz 2 – 3 Becher Flüssigkeit in sich reinschütten und weiter bzw. auf den Rest warten. Länger als 5 Minuten standen wir selten.

Von der Anfänglichen Gruppengröße von ca. 50 Fahrern (ich glaub ein oder zwei Frauen waren auch dabei) pegelte sich ab dem zweiten/dritten Stop eine in sich funktionierende Gruppe von 15 - 20 Fahrern ein. Wechsel im Wind und das Anzeigen von Gefahren etc. klappte recht gut, was für das Vorwärtskommen ungemein zugtragend war. Zeitweise war es recht unruhig, was daran lag, dass es einige komische Kurvenkombinationen gab, die starkes abbremsen und beschleunigen zur Folge hatte. Sowas kostet leider Kräfte, bringt aber den Vorteil mit, dass man sich mit allen möglichen Mitfahrern mal kurz austauschen kann. Und da waren echt ein paar lustige Typen dabei.

Im Nachinein kann ich sagen, dass die Strecke recht gut war. Sicherlich haben wir alle zwischendurch geflucht, da auch eine Bachpassage enthalten war, ein paar unmögliche Kurvenkombinationen oder auch einige hunder Meter Schotter. Es ist aber nichts Großes passiert, Stürze und Defekte gab es fast keine.

Mein persönliches Highlight, gab es nach der Tour. Beim abholen der Medaille und Urkunde erfragte ich noch den jüngsten Starter im 200er Feld. Diese Ehre kam mir zuteil. Mit 23 der ersten 200er Kanten zu fahren, ist doch mal was.

Und auch, wenn alles über 150 km irgendwie krank wird und wirkt, ich würde und werde es wieder mitmachen. Das Gefühl anzukommen und das Ding durchgezogen zu haben ist gigantisch.

Sonntag, 22. Mai 2011

Skoda Velothon 2011

Mächtig nervös bin ich gestern Abend ins Bett gegangen. Immerhin wollte ich um 6 aufstehen und verschlafe eigentlich auch ganz gern.

5:45: Ohne Wecker wach, na das ist doch auch mal was… Normalerweise würde ich mich umdrehen. Dafür kenn ich mich zu gut. Also gleich aufstehen und erst mal eine Kanne Kaffee machen. Wenn ich schon so früh raus muss, dann bitte nicht ohne.

6:10 Die Haustür geht auf, meine Mitbewohnerin kommt. Lustiges kleines Gespräch, nur heut Abend wusste sie nichts mehr davon. Immer wieder lustig.

7:30 Mit Kaffee und Müsli gestärkt, 2 Bananen im Gepäck, mache ich mich auf in Richtung Brandenburger Tor. Es ist zwar noch viel Zeit bis zum Start, aber so kann ich ganz entspannt hin rollen, den Startern der 60km Runde noch zuschauen und muss keine Hektik verbreiten. Pünktlich vor der Haustür treffe ich schon auf den ersten Mitfahrer. Auch wenn ich sofort als Erstbestreiter des Velothons erkannt wurde, fuhren wir zusammen hin. Auf der Strecke gesellten sich immer mehr Rennradler dazu.

8:00 Unter den Linden klinkte ich mich dann erst mal aus und genoss den Start der ersten Blöcke der kleinen Runde. Und das machte sofort Lust auf mehr. Ein paar Fotos und einen Tweets später rollte ich weiter zum Starterbereich. Bananen raus, Rad an den Baum und ab in die Morgensonne. Das Regierungsviertel ist echt toll, wenn es noch nicht so voll ist. Jetzt noch schnell den Beutel wegbringen und ab ans Ende der Paul-Löbe-Allee. Da wollte ich mich mit Adam und Christine treffen, die ich über der Rennradgruppe kennengelernt hab.

8:30 Alle pünktlich! Super. Noch eben die Wasserreserven wieder auffüllen und langsam in Richtung des Startblocks rollen. Mittlerweile ist alles voll mit Rennradlern aller Altersklassen. Alle sind unheimlich entspannt drauf und freuen sich über das Wetter und auf die Straße.

9:00 Startblock gefunden. Jetzt heißt es warten. Laut Plan sollten wir um 9:45 in den kalten Start gehen. So war noch eine Menge Zeit. Zeit, sich mit den Leuten auszutauschen, die um mich rumstanden. Schon krass, welche Anfahrten die teilweise auf sich nehmen. Aus Pinneberg oder Aachen zum Beispiel.

9:50 Mit leichter Verspätung beginnt der Countdown. Los geht’s durchs Brandenburger Tor, 90° Linkskurve und die Startlinie ist überquert. Anfangs versuchte wir drei (mit Christine und Adam) noch zusammenzubleiben. Irgendwie klappte das aber nicht lange. Dann wars mir auch egal und ich trat an. Krass, wie leicht das ging. Die Beine waren gut, einige schnelle Leute waren vor mir. Mal schauen was geht, dachte ich mir.

An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass unser/mein Plan so aussah: sturzfrei und mit einem 30er Schnitt durchkommen. Seit dieser Stelle sah ich irgendwie alles nur noch durch einen Vorhang. Das Tempo war gleichmäßig hoch, immer über 30, oft über 40km/h. Auf der Havelchaussee traf ich noch Sarah und ihren Freund aus England, die ich auch schon öfter bei der RR-Gruppe sah. In diese Reihe kamen später noch ein/zwei andere.

Bis zur Ausfahrt aus Berlin raus, war das Feld relativ unruhig. Es gab viel Positionsgerangel. Überrascht haben mich die Menschen am Straßenrand. Es waren, wie ich finde, viele Menschen unterwegs. Alles haben sie uns zugejubelt, mit Trillerpfeifen Krach gemacht oder auf Trommeln gehauen. Vereinzelt gab es auch Trommlergruppen. In Brandenburg wurde Feuerwehrautos zu Parade aufgestellt, die Dorfbewohner waren alle auf der Straße. In den Kreiseln war es manchmal etwas eng, was bei Tempo 40 gefährlich werden kann. Immer war es ein Gänsehautgefühl.

Ich schloss mich einem kleinen Feld von vielleicht 40 Fahrern an, die das Tempo knapp über 40 hielten. Es rollte gut. Ich hatte ja schon vorher überlegt, ob ich den Verpflegungspunkt überfahre und durchheize oder kurz stoppe. Die Frage hatte sich mittlerweile selbst geklärt. Essen hatte ich noch genug, eigentlich fast alles. Getränke waren nur zur Hälfte leer und hätte ich gehalten, wäre ich wohl nicht mehr losgekommen. Also weiter, den schnellen Jungs hinterher.

Alles lief ganz gut, bis zum Tempelhofer Flugfeld. Da rissen die Gruppen auseinander, was an sich nicht schlecht war, wegen einer gefährlichen Kurvenkombination. Danach gab es aber keine neue Gruppenbildung und so kämpften wir uns alle mehr oder weniger allein die letzten 15 km ins Ziel.

Eigentlich schon total im Arsch, rollte ich um die letzte Kurve. Geradeaus, von der Goldelse bis zum Brandenburger Tor. Der Straßenrand von Menschen gesäumt, die alle wie wild die Fahrer anfeuerten. Einen besseren Motivationsschub gibt’s es glaub ich nicht. Von den eigenen Emotionen leicht überrumpelt rollte ich über die Ziellinie, den Tränen nahe. Meine Zeit schätze ich zu dem Zeitpunkt auf etwa 3,5h. Ich hatte den Tacho vorher nicht genullt, um alle Tageskilometer zu sehen. Jetzt musste ich erst mal mit jemandem sprechen. Da mein Vater mir die Teilnahme geschenkt hat, rief ich ihn zuerst an. Dann meine Mutter. Jetzt was Essen und Trinken. Sonst klapp ich ab. Immerhin hatte ich unterwegs grade mal einen dreiviertel Riegel und ein Energygel zu mir genommen. Das kostenlose alkoholfreie Hefe und dann zur kleinen Messe.

Auf dem Rückweg ließ ich noch die Medaille gravieren. Name und Zielzeit. Und da Stands dann: 3:08:52. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Ich hab meinen Plan um fast eine Stunde unterboten. Nach den Ergebnislisten bin ich 157 (von 406) in meiner Altersklasse und 1527. aller Männer. Also gut 5.000.


Nicht schlecht fürs erste mal. Mal sehen, was nächstes Jahr wird. Ich lasse mich überraschen.

Sonntag, 1. Mai 2011

Eine Woche Bayern

Jetzt sitze ich im Zug auf dem Weg nach Berlin. Mein Rennrad hängt entspannt 10 Meter neben mir an der Wand. Geplant hatte ich ja, so um die 240 km zu fahren, also 3 Touren á 80 km. Daraus wurde leider nichts, da es einen Tag fast nur geregnet hat und es tierisch kalt war. Dafür waren wir aber auch eine Runde wandern.

Ostermontag ging es mit Mutti, Thomas und Elvira von Pähl aus zum Kloster Andechs. Das sind etwa 10 km  hin und 10 wieder zurück. Der Weg war super, führte entspannt durch den Wald, bot ab und an einen super Blick über die voralpine Hügellandschaft und als das Kloster Andechs zu sehen war, göttlich. Noch besser war es da oben anzukommen. Der Ausblick auf den Ammersee war wunderschön. Der Blick auf die Alpen und die Zugspitze war leider etwas von den Wolken verdeckt. Die Kloster- bzw. Pilgerkirche, natürlich katholisch, fand ich jetzt nicht so toll. Die Deckengemälde waren beeindruckend. Fasziniert war ich von den zwei Neuen Beichtstühlen. So einen klassischen alten, kennen wir ja alle. Schrank mit Vorhang und ein Platz wo noch jemand drin kniet. Die modernen waren aus schickem Holz, semitransparent nach allen Seiten. Am lustigsten war eine, an beiden mittig angebrachte, Lampenkonstruktion aus Plexiglas, mit den Worten frei und besetzt. Ich hätte sie fotografieren sollen, dann könntet ihr mit lachen. Aber der Kirchenschmuck war alles in allem zu überladen, zu viel Gold und Kitsch für meinen Geschmack. Wer es braucht. Das Braustüberl war zwar voll, aber das Andechser Bier der Wahnsinn. Genauso Wahnsinnig, wie die Hachsen, die Brezen und der Leberkäs, der angeboten wurde. Ich hab ja schon einige Hachsen verdrückt, die meisten davon im Sprewaldidyll bei Wilm in Lübbenau. Aber die Kruste bekommt keiner so hin wie die in Andechs. Der Rückweg ging verlief mit fast dauerhaften Blick auf den Ammersee.
In Andechs/Erling waren auch schon ziemlich viele Radler unterwegs, einige Rennradfahrer kamen uns auch entgegen. Schon da hat es mir extrem in den Füßen gejuckt, den Klosterhügel auf zwei Rädern zu bezwingen. Dazu später mehr.


Radroute 934598 - powered by Bikemap 

Als Abendprogramm gab es dann das Dropkick Murphys Konzert im Zenith in München. Da hab ich ja schon drüber berichtet. Eine Anmerkung möchte ich dazu noch machen, da ich eben auf dem Bahnhof in Hannover ordentlich den Bahnsteig zu deren Musik gerockt hab. Live sind sie geil, auf Platte aber fast noch besser, beim nächsten Mal werde ich hinter der pogenden Meute stehen und mir dann ein neues Urteil erlauben.

Am Dienstag hab ich dann mit leichten Motivationsproblemen den Ammersee in Angriff genommen. Ich hatte so etwa einen Plan im Kopf, wo es lang gehen sollte. Also ab nach Weilheim und Richtung Bauerbach den Berg hoch. Wessen Idee war das doch gleich mit dem Rad nach Bayern zu fahren? Ich hatte von meiner Rennsteigerfahrung doch echt vergessen, wie anstrengend das ist. In Herrscching nach etwa 30 km wollte ich Pause machen, mir noch eine Karte in Papierform kaufen, da das mit dem Smartphone ohne Lenkerhalterung nicht so gut geht. Essen viel flach, das war mir in dem Bonzendorf dann echt zu teuer. Also stand ich vor der Frage, mich von dem inneren Schweinehund kleinkriegen zu lassen und wieder einen Teil der gleichen Strecke zurückzufahren und dann den Weg Richtung Couch anzutreten oder doch den See zu umrunden. Am Ende wurde dem Ekeltier ordentlich einer in den Allerwertesten verpasst. Ich hab mir noch ein paar Hügel zwischen Ammersee und Wörthsee gegeben und dann nach etwa 70 km mich zu einer Pause hinreißen lassen. Eine kleine Gaststätte in Unning direkt am See mit hübscher Kellnerin… wer kann da nein sagen. Der Salat war lecker, und dringend nötig, wie ich dann merkte. Nach einer halben Stunde ging es weiter. Die letzten 20 km verliefen recht flach, den einen oder anderen Abstecher um mich zu verfahren hab ich ja öfter hinbekommen. Nach gut 3,5 h und 95 km war ich wieder in Polling, Mutti war schon zu Hause. Erschöpft, aber froh diesen Trip gewagt zu haben, gab es was zu Essen, The Big Bang Theory und dann das Bett.


Radroute 933045 - powered by Bikemap 

Mittwoch hat es leider öfter mal geregnet. Gegen 10 hab ich mal die Nase auf den Balkon gehalten, aber es war mir zu frisch. Da wir am Nachmittag nach Murnau wollten, wäre es eh eine Tour mit etwas Zeitdruck geworden. Also Couchen, die Tracks der letzten beiden Tage bearbeiten und chillen. Dazu How I met your Mother, Malcom Mittendrin, Scrubs und Eureka. So bekomme ich auch Vormittage tot. Dann ging es nach Murnau, Messer kaufen. Klingt vielleicht blöd, aber ich bin jetzt stolzer Besitzer von zwei neuen kleinen Obst und Gemüsemessern, die schön scharf sind. Noch ein kleiner Bummel durch den Obermarkt, die Tour kaufen und zurück nach Polling. Leider waren die Alpen immer noch verhangen, sonst wäre es ein noch besserer Blick auf sie gewesen als von Andechs aus.

Donnerstag hab ich den Arsch wieder hochbekommen. Ab an den Starnberger See. Und juhuu, erst wurden mir wieder Berge in den Weg gestellt. Bis Seeshaupt war ich leider noch auf einigen Schotterpisten unterwegs. Ein Lob an meine Continental Ultra Sport, die machen ja echt einiges mit. Die fahre ich jetzt seit etwa 1000 km und bin vollstens zufrieden. Dieser See bot ein paar mehr Hügel als der Ammersee, aber auch nicht die Herausforderungen. Bis auf eine ca. 500 Meter lange Rampe mit 9% Steigung, die mich mal eben nach oben auf die Hauptstraße führte. Auf Schotter hatte ich diesmal keine Lust. Diesmal hab ich schon nach 45 km Pause gemacht. Eigentlich wollte ich ja mal in Bayern einen Döner probieren, aber dann war da so ein netter Biergarten. Also Salat, Hefe und Streckenplanung. Die Beine waren noch gut, Andechs so nah. Also hoch da. Unterwegs traf ich noch zwei andere Rennradfahrer, einen von beiden hab ich noch bis hinter Andechs begleitet. Oder er mich? Kurz überlegte ich noch eine Bierpause einzulegen. Beim nächsten Mal wieder. Bei der Abfahrt war ich froh den anderen Weg nach oben genommen zu haben. Das nächste Mal fahre ich auf der anstrengenden Seite hoch. Ich muss mich ja auch steigern können. Da wiedermal noch Zeit war und ich immer noch nicht wirklich tot war, ging es nochmal Richtung Ammersee und dann nach Hause. Bilanz des Tages: 95 km und knapp 800 Höhenmeter unter 3,5 Stunden. 


Radroute 937635 - powered by Bikemap 



Mein Fazit ist, das Rennrad kommt auf jeden Fall wieder mit, wenn ich nach Polling fahre. Vielleicht bin ich dann auch fitter, was die Berge angeht und ich wage mich mehr gen Süden zu den höheren Bergen und längeren Anstiegen.

Montag, 28. März 2011

Das war wohl nicht genug

... dachte ich zumindest. War wohl nichts. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich.

Aber wie kams dazu? Ende letzter Woche lud Holger, ein Mitstreiter aus der Rennradgruppe, zu einer Runde um die Genshagener Heide im Süden Berlins ein. Zielvorgabe war etwa 90 km. Super, dachte ich mir, das wird mein erster 100er dieses Jahr, wenn ich mal nicht faul bin und mit der Bahn zum Startpunkt fahre. Ging ja eh nicht, die S-Bahn baut zwischen Schönhauser Allee und Ostkreuz. Also hab ich schon mal 14 km Anfahrt, das Ding ist also in der Tasche.
Am Bundesplatz angekommen standen schon trotz Frühnebel, Wolken und 2 Grad über 0 ca. 16 Radler da, ich war mal wieder der letzte, aber das schaffe ich ja bekanntlich andauernd. Ausserdem, welcher Vollpfosten hat auf der Potsdamerstraße so viele Ampeln hingestellt? Da wir nun vollzählig waren, gings los, frieren macht auch nicht so Spass, innerlich waren wir ja auch auf Sonne und bis zu 13 Grad eingestellt. Darauf sollten wir aber noch warten.
Anfangs hielt ich mich eher im hinteren Bereich des Feldes auf, ich hatte noch etwas mit den Resten einer Erkältung zu kämpfen und wollte es nicht gleich im Wind übertreiben. An Ortskenntnissen mangelte es mir ausserdem. Es wurde gut Tempo gemacht und schnell war klar, dass es so gut geht und schob mich langsam nach vorne.
Irgendwann schob sich dann auch mal Klärchen durch die Wolken. Anfangs noch ganz zögerlich, aber nach der Pause (ich war mittlerweile bei Kilometer 60) setzte sie sich endlich durch und bescherte schöne Frühlingstemperaturen. Erstaunlicherweise kamen jetzt die ganzen Schönwetterradler raus.
Nach etwa 3:45h schlug dann mein Tacho auf 100. Eigentlich Zeit zu Füße hochlegen, nur Blöderweise klebten die quasi an den Pedalen und ich wäre irgendwo im Zehlendorf liegen geblieben.
Nach 4:15h Nettofahrzeit war ich dann wieder zu Hause, erschöpft, nicht wirklich verkühlt und zufrieden mit der Leistung.

Und dann kam der Montag. Ich hab mir ja das Ziel gesteckt, dieses Jahr 4 bis 5 Tausend Kilometer zu fahren. Ein Blick auf meinen Kalender und die eingetragenen Zahlen merkte ich, es fehlt nicht mehr viel bis zu den ersten tausend für dieses Jahr.
Also ran an den Speck, dass schaff ich bis Ende der Woche. Es ging also wieder mit dem Rad zur Arbeit. Ganz ehrlich, da lernt man die Seestraße hassen. Für den Rückweg hatte ich mir eine lange Route vorbei am Tegeler See, über Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Schönow und Mühlenbeck rausgesucht. Summa Summarum wurden es heute 65. Jetzt bin ich durch und freue mich auf Mittwoch, denn morgen gehts nochmal mit dem Rad zur Arbeit und den kurzen Weg wieder zurück.

Und nun noch ein Rätsel zum Abschluss (bei Facebook schon gepostet, dürft trotzdem mitraten):
Am kommenden Samstag lädt die Rennradgruppe zum Saisonstart, mein Tacho zeigt mir, wie schon geschrieben, knappe 1000km seit Januar. Wo ist der Fehler?

Samstag, 26. März 2011

VELO Berlin

Mal wieder ein Wochenende mit einer Fahrradmesse in Berlin. Die lange erwartete VELO Berlin. Erstmal: ich hätte gedacht, es gibt mehr Technik, und mehr an Kleidung, zum gucken, testen, kaufen. Ausserdem gibt es für meinen Geschmack viel zu viele Pedalecs

Nun zu den tollen Dingen: Es gab unglaublich viele tolle Räder zum gucken, anfassen und testen. Die Messevertreter waren unglaublich nett und auskunftsbereit. Wäre ja auch doof, wenn nicht.

Mein erstes kleines Highlight, war ein kurzer Ausritt auf einer Rolle, Roadbike mit einer Schimao Dura Ace Di2. Bisher dachte ich, elektronische Schaltung? So eine Spielerei, das braucht doch keiner. Denkste. Das schaltete sich so unglaublich einfach und entspannt. Besonders faszinierend fand ich den Wechsel vom großen zum kleinen Ketteblatt. Bei manuellen Schaltungen dauert es meist einen Moment, bis die Kette ihren Weg gefunden hat, hier schwups, oben/unten. Bei dem Wechsel der Ritzel glich der Umwerfer automatisch die Schräglage der Kette aus. Ich bin mal gespannt, wie sich morgen meine Tiagra dagegen anstellt J

Highlight Nummer zwei war eine Probefahrt (ohne Rolle) auf einem Toxy CR. Ein Liegerad, mit Tieflenker, das heißt, der Drehpunkt unterm Hintern. Anfänglich etwas wackelig, gings auf den kleinen Testkurs. Nachdem mir das Portemonnaie aus der Tasche viel, musste ich alleine anfahren, tricky, aber mit etwas Übung machbar. Später am Stand der Firma, hab ich es mir noch Kurs auf der „Rennliege“ bequem gemacht und mir die Adresse des Händlers in Berlin geben lassen. Ich denke mal, da ist demnächst eine ausgiebige Testfahrt fällig.

Später gab es noch eine kurze Shoppingeinheit bei Stadler (nur Zubehör, keine Angst) und ein bisschen Smalltalk bei einigen Ausstellern. Besonders faszinierend waren der B+M-Stand, ein Optiker, der sich auf Sportbrillen spezialisiert hat und der Storck-Stand.

Kraft und Nerven hat mich der Stand der Velothon-Leute gekostet, erst kurz am Gewinnspiel teilgenommen und dann mal wieder ab auf die Rolle. Drei Minuten durchhalten und wenn ich im Gesamtvergleich weit genug komme, winkt ein Startplatz. Blöd nur dass ich schon einen hab.  Trotzdem, dafür bin ich immer zu haben. Blöd nur, am Anfang wurde mit einer durchschnittlichen Leistung von 100 Watt getreten am Ende mit 180 Watt, Werte zwischendurch ansteigend. Die Anfangstrittfrequenz lag bei schlappen 180 U/min, 2.520m später immer noch bei gut 100 U/min. Bis zum derzeitigen Stand, war ich Dritter, als noch einer der Gewinner. Ich geh mal davon aus, dass ich nichts gewinne, aber Spass hats gemacht.

Nach einem Tag Fahrrad gucken, geht’s morgen Fahrrad fahren. Der erste Hunderter für dieses Jahr steht an. 

Freitag, 18. März 2011

Ich muss verrückt sein...

Der Plan für Bayern Ende April hat es schon in sich. Ich habe mir ein paar Tage frei genommen und nehm das Rennrad mit runter zu Muttern. Jetzt stellt sich nur die Frage,welche Toure fahre ich? Gut, zwei hab ich gefunden, die ich in der Art fahren werde, wahrscheinlich diese am Dienstag (nach Ostern):


Radroute 507713 - powered by Bikemap 

Vielleicht auch schon am Montag, je nachdem was wir so vorhaben. Für Montag ist ja auch das Dropkick Murphys Konzert auf dem Plan, die ja auch grad in der Gegend sind. Und das war wirklich so gar nicht geplant.

Die Tour für Mittwoch ist aus einer Idee entstanden, die mir die Roadbike gegeben hat. Dort wurde in einer Beilage das Tannheimer Tal als Rennradidylle dargestellt, und ich wollte hin, der Plan sieht da also folgendermaßen aus:


Radroute 858877 - powered by Bikemap 

Zum Ausklingen der Woche gehts dann nochmal eine Runde um den Ammersee, der ja auch gleich um die Ecke liegt, und nach (zumindest geplanter) Stargardersee und Zuspitzumrundung scheint er mir quasi noch Pflichtprogramm zu sein. Also folgende Route, die ich aber wahrscheinlich etwas kürzen werde.


Radroute 432318 - powered by Bikemap 

Summa sumarum: ca 340km, und 2500 Höhenmeter in drei Tage... wie schon gesagt, ich muss mächtig was an der Waffel haben.

Jetzt muss ich nur noch die Erkältung loswerden, mir ne anständige Grundkondition zu legen und dann sollte das ja irgendwie klappen... wenn das Wetter hält.

Sonntag, 6. Februar 2011

Der Wannsee ruft

Wieder Wochenende. Diesmal kam der Tourenvorschlag fürs Wochenende recht zeitig. Schon am Dienstag war Manu optimistisch genug eine Wannseerunde anzusetzten. Dabei war es kalt, grau und etwas regnerisch. Warum also nicht ne Runde mit dem Rennrad um den Wannsee?
Gut, das Wetter hielt, was der Wetterbericht versprochen hatte. Es war größenteils trocken und bewölkt. Um die 10 Grad über Null. Perfekt. Nur der Wind... bis Windstärke 6 ist angesagt gewesen.
Ich hab jetzt keinen Windmesser am Rad, aber es war windig. Bis Potsdam größtenteils Gegenwind, dann lange Strecken eine steife Brise von links. In der Gruppe konnten wir einiges abfangen. Immerhin haben sich fast 15 Radsportbegeisterte aufgerafft und trotz Wolken und drei kleinen Nieseltropfen auf den Weg gemacht.

Lange Zeit wurden wir diesmal von Platten verschont. Leider erwischte es dann in Gatow Andreas. Da der Schlauch geflickt werden musste, blieben 2 weitere zurück und die Truppe wurde das erste mal gesprengt. Unheimlich wurde es kurz später, als Niels eine Panne ausrief. Der Rest vertrieb sich das Warten mit dem Versuch, den Körper warm zu halten. Noch beim gleichen Stop bemerkte auch Manu am Hinterrad und ein dritter Mitstreiter am Vorderrad einen Platten. Die Versuche warm zu bleiben scheiterten somit kläglich. Nach ca. 20 Minuten gings dann weiter. Aber nicht lange. Kurz vor Spandau war Manus Hinterreifen nochmal platt. Da scheint es demnächst eine Materialgroßbestellung zu geben.
Kur vor dem Auerbachtunnel (Start und Zielpunkt) erwischte es dann auch mich mit einem Schleicher, so dass ich es noch mit nachpumpen und S-Bahn bis nach Hause geschaftt habe.

Am S-Bahnhof Westkreuz habe ich dann noch kurz den aktuellen Spielstand des Lokalderbys Hertha-Union von ein paar netten Polizisten erfragt und hab mir nen Kaffee gegönnt. Das Rad sieht aus wie durch den Schlamm gezogen. Fertig, nass, etwas frierend, aber doch glücklich dem eigenen Schweinehund in den Allerwertesten getreten zu sein, bin ich zu Hause angekommen.


Und hier wie immer, die Route:



Und Schlammbilder von meinem Renner


Sonntag, 30. Januar 2011

Endlich Wochende - Ab aufs Rad

Da Tom wieder gesund ist, bot er wieder eine Radtour an. Startort - S-Bahnhof Treptower Park, Startzeit: 11:00. Eigentlich reichlich spät, in diesem Fall, aber optimal. Es war kalt, fast schon zu kalt. Aber die Sonne schien und dieser Zustand lässt die anderen Qualen vergessen..

Da es recht nun spät losging und ca. 70km angesetzt waren, bin ich von zu Hause aus losgefahren. Die Danziger Straße am Samstagvormittag runterzufahren ist sehr angenehm mit verältnismäßig wenig Verkehr. Genial war der Blick auf die Oberbaumbrücke. Wenn  man über die S-Bahn-Brücke fährt strahlte sie ihren Glanz durch einen leichten Nebeldunst. Eben drunter durch und ein Stück an der Spree entlang, schon war ich am Startpunkt. 5 vor 11... spannenderweise war ich der erste.

Keine 2 Minuten mir, kam Sarah. Als wir noch kurz ihre Bremsen einstellten, kam auch schon der Rest. Tom, Martin und Clemens. Nach weiteren 5 Minuten Wartezeit auf evtl. unangemeldete  Mitfahrer, ging es los. Martin und Clemens auf dem RR, Sarah mit einem Crosser, Tom und ich mit Trekkingrad/MTB. Die Entscheidung viel auf den Trekker, da angeblich noch viel Splitt auf den Straßen lag. Dies war nun nicht der Fall und nach dem die Anfangs holprigen Passagen vorbei waren, hab ich mich angefangen zu ärgern, dass der Renner zu Hause steht.

Es ging dann quer durch Berlin Richtung Hönow und Altlandsberg, auf kleinen, super ausgebauten Wegen quer über Wiesen. Die Landschaft war herrlich. Felder liegen da, durchzogen von einzelnen Baumreihen, mit einem leichten Nebelhauch überdeckt. Nur wurden die Füße kalt. Sehr kalt.

In Bernau gab es dann noch einen kleinen Kaffee und Kuchen-Stopp im Cafe "Zum Hussiten" mit kleinem Geschichtscrashkurs zu Bernau und einer Heizung für die Füße.

Nach der Stärkung gings dann wieder Richtung Berlin, nicht der direkte Weg, das wäre auch etwas langweilig. Vorbei an Berlins zweithöchstem Berg gings wieder in die Stadt. An der Rhinstraße verabschiedete ich mich dann, da ich von dort direkt nach Hause düsen konnte. All in All knapp 86km auf der Uhr, ko, etwas erfroren aber glücklich.

Abends sollte es dann eigentlich noch ins Horst Krzbrg gehen (Gästelsite!!!). Der Müdigkeitszustand machte das dann aber unmöglich.

Samstag, 22. Januar 2011

Neue Hausrunde - in Kurzfassung

Der Plan war heute eigentlich eine neue Hausrunde zu suchen, die ich noch entspannt nach der Arbeit fahren kann. Also eine Tour bei 50 bis 60 Kilometer. Neu sollte es daher sein, damit es nicht langweilig wird. Ausserdem ist mir die aus dem letzten Jahr zu kurz (die lag bei etwa 40 Kilometer).

Im Nordosten Berlins bietet es sich ja zwangsläufig an, in Richtung Bernau loszuziehen. Die Straße ist aber leider zu großen Teilen ohne oder nur mit schlechtem Radweg und ansonsten stark befahren. Das hat den Vorteil, dass man die vielen kleinen Straßen und Alleen im Barnimer Land kennenlernen kann. Da finden sich zum Teil sehr verschlafene Ortschaften mit Direktverkäufen vom Bauernhof (ich hab nur nie eine Tasche dabei um mal ein paar frische Eier oder so mitzunehmen, sähe wahrscheinlich auch etwas komisch aus, auf nem Rennrad).

Die Runde heute musste ich leider etwas verkürzen. Zum einen da ich meinem Körper so früh zur Saison nicht auf einmal zu viel zuzumuten. Ich hab dieses Jahr noch den ein oder anderen Plan. Unter anderem den Velothon mit zufahren und am Sauwaldman in St. Roman (Österreich) teilzunehmen. Zum anderen bin ich recht spät losgefahren und es wurde dunkel. Kalt war es sowieso, aber nur an den Füßen. Radschuhe, die im Obermaterial Mesch-Einsätze haben und an der Sohle noch eine Öffnung zur besseren Belüftung sind bei Temperaturen um die 0 Grad nich grad die besten. Hab aber keine anderen. Beleuchtung hatte ich zwar dabei, aber man muss sich ja nicht auf Teufel komm raus mit den Autofahrern anlegen, oder?

Hier noch eine kleine Impression von Unterwegs



So, wie gewohnt, noch die Tour, diesmal direkt bei Google, probiere mal was neues.

Hausrunde - Kurzfassung auf einer größeren Karte anzeigen
Und das Höhenprofil, im Berlinerumland leider sehr unspannend.

Sonntag, 16. Januar 2011

Sonntagsausflug im Süd-Westen Berlin

Nach dem die von Tom geplante Tour für heute abgesagt wurde, sind Niels und Daphne kurzerhand mit einem neuen Vorschlag eingesprungen. Da das Wetter ja gut werden sollte und es mir am Samstag fürchterlich in den Füßen juckte, beschloss ich mit zur fahren. Nach kurzem Mailaustausch, stellte sich heraus, dass die Strecke Rennrad tauglich ist. Yeah, die erste Ausfahrt auf meinem Centurion dieses Jahr.

Das stand allerdings seit November bei mir im Zimmer in der Ecke und erfreute sich einiges Staubes, die Pedale waren gerade am Trekker und ich erst halb drei (nachts) zu Hause. Naja, was tut man nicht für seine Hobbies, schraub ich halt noch zu solch früher Stunde ne Runde am Renner.

Um 10:30 sollte es am Bundesplatz losgehen. Als ich ankam warteten schon Daphne, Niels, Michael und Olli. Kurz nach mir kam noch Andreas. Ein Mountainbike, zwei Crosser und drei Rennräder zählte die Runde, oder wie Olli meinte: Wie ich sehe hab ich die falsche Waffe gewählt. Ihr kommt hier mit den geilen Kanonen an, die beiden [Crosser] haben immerhin die Maschinengewehre dabei und ich komme mit nem Messer.
Hat aber alles nichts genutzt, wir haben auf den ersten 20 km 4 Plattfüße gezählt. Spannenderweise war keiner davon bei den uns Rennradfahrern. Allerdings wurden zu diesem Zeitpunkt schon die Schläuche knapp und die anderen Radler schauten schon komisch, was dann dazu führte, dass wir uns getrennt haben.
MTB und Crosser ab in den Wald, RR raus auf die Straßen von Brandenburg.

Der Rest verlief recht unspektakulär. Wir haben noch verdammt viele (Renn-)Radler getroffen, mehr als manchmal im Sommer. Kaum sind die Temperaturen leicht zweistellig und die Sonne lugt raus, kriechen die Radfahrer aus ihren Löchern.

Da das Wetter dann noch so schön war und es erst gegen 14:00 Uhr hab ich mich noch mit Andreas Richtung Potsdam aufgemacht. Da war's dann aber auch mit den Kräften weitestgehend am Ende hab ich mich am Potsdamer Hbf. ausgeklinkt und den Regio zurück nach Hause genommen. Es wäre ja auch unklug sich gleich am Anfang der Saison zu übernehmen.

Von einem platten Reifen war ich dann leider doch nicht gefeit. 2 km vor der Haustür hat's mich dann doch erwischt. Verd*** Berliner Straßen.



Sonntag, 9. Januar 2011

New Year

Das neue Jahr habt begonnen und heute habe ich die erste Runde mit dem Rad gedreht. Nicht allein, das hätte mein innerer Schweinehund wohl nicht mitgemacht. Ich fahre ja seit letztem Jahr hin und wieder mit der Berliner Rennradgruppe die eine oder andere Tour. So also auch heute mit Tom. Leider waren wir nur zu zweit. Die anderen 4 oder 5 interessierten haben sich anscheinend von den Wolken abschrecken lassen.
Geplant waren ca. 70 km, ausgehend von S Bhf. Treptow, einmal raus aus Berlin, um den Schönefelder Flughafen und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour habe ich mal genutzt um die Aufzeichnungsfunktion meines HTC Desires zu testen. Hey, tadaa, es hat geklappt.
Das Wetter war super, es blieb bis auf zwei kleine Schauer am Ende trocken. Das fieseste war eine etwas zu große Pfütze am Flughafen Schönefeld. Wir hätten drumrum laufen sollen. Die Räder waren bis knapp zu den Naben eingetaucht, die Füße total durchnässt und noch die halbe Strecke zu fahren.
Ich nehme mir jetzt mal ganz öffentlich offiziell vor, dieses Jahr ca. 4 bis 5 Tkm auf dem Rad zurück zu legen. Geschichten und Strecken der größeren Touren gibts dann hier.



Hier nochmal der Link zur Tour: http://www.trackspace.de/index.php?option=com_trackspace&task=11&track_id=23433